Archiv für den Monat: August 2014

Reichtum und Religion – Lifestyle-Blog

Religion hatte schon immer einen Einfluss auf die Gesellschaft – auch auf unseren Umgang mit und unser Verständnis von gerechtem Reichtum.

Im ursprünglichen christlichen Glauben predigte Jesus Christus: „Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel“. Im Markusevangelium wollte er zeigen, dass man sich nicht auf seinen Reichtum verlassen soll, wenn es darum geht „das ewige Leben zu erben“ (Mk 10,17b). Unter anderem glauben die meisten Christen, dass Reichtum einen Menschen nicht über andere stellt. Freilich aber ist Reichtum damit nicht per se als negativ deklariert. Christi Wort ist eher im historischen Kontext zu sehen, insofern, als Reichtum zu Jesu Zeit nur auf moralisch-tönernen Füßen stehen konnte, und zwar Ausbeutung und Unterdrückung. Auch ist Reichtum in diesem Zusammenhang als Sinnbild übertriebener Verhaftung im Irdischen zu verstehen. Die Konnotation eines Reichen mit fehlender Moral und fehlender Ausrichtung auf Gott ist hier also angeprangert. Der Reiche hat vielmehr die Verpflichtung, den Armen zu helfen. Ausgehend vom Determintations- /Prädestinationsdenkens Luthers bzw. Calvins konnotierte die protestantische Mentalität Reichtum als Indiz der Erwählung des Reichen durch Gott. Der Reiche habe deswegen seinen Reichtum im höchsten Sinne „verdient“. Soziokulturelle Auswirkungen hat dieses Denken bis heute in den Kernländern des Protestantismus wie Großbritannien oder den USA. Traditionellerweise tritt absolute Leistungsgerechtigkeit in protestantisch geprägten Staaten, Verteilungsgerechtigkeit in katholisch geprägten auf.

via Reichtum – Wikipedia.